TERROIR ENTSTEHT, WO DER BODEN SICH ENTFALTEN KANN.

Die natürliche Beschaffenheit des charakteristischen roten Bodens der Domaine Richeaume ist geradezu ideal für die organische Düngung. Während der reichhaltige Kalk den hohen Eisengehalt neutralisiert und bei der Zersetzung der pflanzlichen Reste von Gräsern, Rebholzschnitt und Blättern eine große Rolle spielt, bindet der Ton die Feuchtigkeit.

Damit ist der Boden empfänglich für die organische Düngung. Sie ist für die Stimulierung der Mikroorganismen, die wichtigsten Helfer beim Rebbau, unentbehrlich und wird daher auf der Domaine intensiv zur Pflege der oberen Bodenschicht, der Krume, eingesetzt. Denn nur ein gesundes Bodenleben kann das volle Potential der Traube zur Entfaltung bringen.

Der auf der Domaine Richeaume hergestellte und ausgebrachte Kompost aus Schafsmist stammt von der eigenen Herde mit 150 Schafen, die wiederum aus dem eigenen Futteranbau versorgt werden. Zusammen mit dem Kompost sorgt eine Gründüngung mit ausgesätem Hafer, Wicken und anderen Leguminosen für die Bodenbedeckung und Feindurchwurzelung der Bodenstruktur. Damit kann auf zugekauften Dünger oder synthetische Mittel der Boden- und Pflanzenpflege vollständig verzichtet werden.

Durch eine Begrünung zwischen den Rebzeilen - Unkraut ist ein Unwort auf der Domaine - werden die Pflanzen dazu gebracht, ihre Wurzeln in die Tiefe zu treiben- und genau das wünscht der Winzer. Diese Begrünung bildet ein Ökosystem, in dem sowohl auf der Wurzelebene der Leguminosen durch Knöllchenbakterien als auch an der Bodenoberfläche „Autobahnen“ für Kleinstlebewesen und Mikroorganismen geschaffen werden. Die dadurch geförderte Humusbildung garantiert die Fruchtbarkeit der Böden.

Der Wein der Domaine Richeaume ist ein getreuer Ausdruck der natürlichen Gegebenheiten seines Standortes und ist insofern das Produkt eines Mikroterroirs ganz eigener Prägung.