Die anspruchsvolle Architektur auf der Domaine Richeaume bildet eine natürliche Einheit mit dem Umland und setzt eigene Akzente. Das alte, auf den Mauern einer römischen Villa erbaute Wirtschaftsgebäude wurde für die Familie restauriert. Die Schönheit der einfachen und klaren provenzialischen Bauweise steht dabei in einem lebendigen Dialog mit der modernen Architektur.
Der ganzheitliche Gedanke der Verbindung von Landschaft und Architektur nimmt bei dem Kellerneubau Gestalt an. Die Architektur folgt dabei dem Weg der natürlichen Weinherstellung bis hin zum abgefüllten Wein. Die verschiedenen Ebenen der Kellerei wurden in die vom Saint-Victoire-Gebirge terrassenartig abfallende Landschaft eingebettet, die die Idee gab, für die Arbeitsvorgänge das Gravitationsprinzip auszunutzen.
Diese moderne Architektur behauptete sich neben den von Generationen bäuerlicher Familien errichteten Wirtschaftsgebäuden. Als Architekten arbeiteten zusammen mit Henning Hoesch der Carlo Scarpa Schüler Jean Tchepitichian aus Venedig für die Kellerei und die Architektin Odette Ducarre - Nachbarin und ehemalige Professorin an der Kunsthochschule in Aix-en-Provence für die Gestaltung des Kellerdaches und moderner landwirtschaftlicher Gebäude.
Die Ästhetik der funktionalen Gestaltung, sowie die harmonische Verbindung von historischen und modernen Elementen machen zusammen mit den gestalteten Weinfeldern und Anbauflächen diese Kulturlandschaft unverwechselbar.